23.06.2011, AHV- Wie weiter ? Podium mit Paul Rechsteiner
23. Juni 20.00 Uhr, Restaurant Bahnhof in Schänis
Podiumsgespräch mit Paul Rechsteiner Nationalrat, Ständerats-Kandidat,SP, Köbi Büchler Nationalrat CVP und Toni Thoma, Kantonsrat, SVP
Thema: "Wie weiter mit der AHV"?: Harte Fakten gegen falsche Prognosen
Harte Fakten standen gegen falsche Prognosen. Paul Rechsteiner berief sich auf Fakten: die AHV ist gut finanziert, die Angstmacherei der bürgerlichen Parteien fehl am Platz. Bisher konnte die AHV ihre Aufgaben immer erfüllen. Es gibt keinen Grund, dass dies in absehbarer Zeit anders sein könnte.
Foto copyright: Renate Ammann, Fotografin
Toni Thoma (SVP) und Köbi Büchler (CVP) dagegen fuhren mit ihren Angstmacher-Parolen weiter. In Zukunft sei die AHV nicht mehr zu finanzieren. Das erzählen die bürgerlichen Parteien und ihre Exponenten schon seit Jahrzehnten und liegen genauso lange immer falsch.
Erst kürzlich musste Bundesrat Burkhalter zugeben, dass alle Prognosen zur AHV-Finanzierung, zum angeblich zu erwartenden AHV-Defizit, immer falsch waren.
Die AHV ist das weltweit am besten und sichersten finanzierte Sozialwerk.
Zurecht wies Paul Rechsteiner daraufhin, dass SP-Bundesrat Hanspeter Tschudi massgebend am Erfolg der AHV beteiligt war. Und bevor sich die CVP in Richtung SVP bewegte, auch CVP-Bundesräte hinter der AHV standen.
Trotzdem werden heute die gleichen Angstmacher-Prognosen weiterverbreitet und je öfter sie verbreitet werden, letztlich dann auch von einem Teil der Bevölkerung geglaubt. Ziel dabei ist immer eine Verschlechterung, eine Kürzung der Leistungen.
Das Verfassungsziel, älteren Mitbürgern die "Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise" zu ermöglichen, wird dabei ignoriert. Dafür werden von der SVP im gleichen Atemzug die Millionen-Abzocker gelobt, weil sie ihre AHV-Beiträge - wie jeder andere natürlich auch - einzahlen, also etwas selbstverständliches tun.
Ein Leben in Würde wird den Pensionierten nach einem arbeitsreichen Leben nicht gegönnt.
Das Finanzierungssystem der AHV liesse sich heute mit den bürgerlichen Politikern so nicht mehr durchsetzen, sagte Paul Rechsteiner. Dem konnten Köbi Büchler und Toni Thoma nicht widersprechen.
Denn AHV-Leistungen sind für sie nur Unkosten zu Lasten des Staates. Dass die Arbeitnehmer den Wohlstand der Schweiz erschaffen (haben), die AHV finanzieren, ist in ihrem Weltbild kein Thema. Thema ist nur, dass Ausgaben immer und überall gekürzt werden müssen. Auch wenn man zur Begründung auf Prognosen zurück greifen muss, die falsch sind, denen der Wirklichkeitsbezug fehlt, weil Prognosen auf 30, 40 oder gar 50 Jahre hinaus schlicht unmöglich und ganz einfach nur unseriös sind.
Menschen Pensionierte aber sind keine Unkosten.
Die AHV muss heute gegen die vereinigten (rechts-) bürgerlichen Parteien verteidigt werden. Abzocker liegen ihnen näher als diejenigen, die den Wohlstand der Schweiz er-schaffen.
24.06.2011/hanspeter raetzo
