Schutz vor Waffengewalt und freier Schulwahl
Ja zu mehr Sicherheit
Jedes Jahr werden knapp 150 Selbsttötungen und rund 20 Morde mit einer Armeewaffe verübt. Dagegen können und müssen wir etwas tun. Seit dem Mordfall in Höngg, der während der Unterschriftensammlung zur Initiative „Für den Schutz vor Waffengewalt“ geschah, wird zwar den Armeeangehörigen keine Munition mehr nach Hause mitgegeben. Das führte bereits zu einem Rückgang von Todesfällen. Dass nun auch die Waffen ausserhalb des Dienstes in gesicherten Räumen aufbewahrt werden, ist der nächste logische Schritt, den diese Initiative fordert. Jäger, Schützen und Sammler können ihre Waffen weiterhin behalten. Die Zentralisierung der kantonalen Waffenregister erleichtert die Arbeit der Polizei, wenn Gefahr besteht, dass ein Täter bewaffnet sein könnte. Deshalb ist ein Ja zur Initiative „Für den Schutz vor Waffengewalt“ kein Ja zur Abschaffung der Armee, auch kein Ja zur Abschaffung des Obligatorischen, sondern ein Ja zu mehr Sicherheit .
Die Initiative „Freie Schulwahl auf der Oberstufe“ hat viele Nachteile. Bei einer Annahme droht den Oberstufenschulen in kleineren Gemeinden die Schliessung. Lange Schulwege im Auto würden zunehmen. Das Schulwesen würde durch die zusätzlichen Gelder für die Privatschulen massiv verteuert. Eine seriöse Schulraum- und Personalplanung würde für die öffentlichen Schulen stark erschwert, weil die Schülerzahlen ständig schwanken. Die Qualität der öffentlichen Schule, die im Kanton St. Gallen sehr hoch ist, würde nicht verbessert. Deshalb ist diese Initiative abzulehnen.
SP See-Gaster
