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Aufeinander zugehen statt sich abgrenzen

Aufeinander zugehen statt sich abgrenzen

Am Sonntag, 23. September 2007 lud das Türkisch-Schweizerische Kulturzentrum in Uznach zur Teilnahme am Ramadan-Fastenbrechen ein. Wir Gäste wurden von den Türkinnen und Türken herzlich empfangen und in das Ritual des Fastenbrechens eingeführt. Sie zeigten uns ihre kleine Moschee. Wir durften ihnen beim Gebet zusehen, das für uns auf Deutsch übersetzt wurde. Beim gemeinsamen Essen kamen wir miteinander ins Gespräch und konnten einander Fragen stellen.

Was mir aus dem jüdisch-christlichen Dialog vertraut ist, bestätigt sich auch hier: Es geht bei diesen Kontakten nicht um Gleichmacherei oder sogar Identitätsverlust. Im Gegenteil! Wer mit Menschen aus anderen Religionen und Kulturen ins Gespräch kommt, lernt auch sich selber und seine eigene Tradition besser kennen. Vorurteile gegenüber anderen Religionen und Kulturen werden abgebaut. Gegenseitiges Vertrauen wird aufgebaut, Probleme können angesprochen und gelöst werden.

Solche Begegnungen fördern die Integration der Migrantinnen und Migranten. Die Motivation, unsere Sprache zu beherrschen, steigt. Sie lernen unsere Lebensart kennen. Die Gefahr, dass Parallelgesellschaften mit eigenen Regeln entstehen, wird vermindert oder schneller erkannt. Nur so können wir die Herausforderung unserer Zeit meistern. Auch wir müssen einen Beitrag zur Integration leisten, wenn sie gelingen soll.

Deshalb ein herzliches Dankeschön an alle, die dieses Treffen organisierten und vorbereiteten, und vielen Dank für die Gastfreundschaft im Türkisch-Schweizerische Kulturzentrum!

Eva B. Keller, Theologin und Kantonsrätin SP, Uetliburg

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